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KI Newsletter # 12

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Meta wieder widersprechen. Ich stelle das hier mal an den Anfang, auch wenn ich es schon im letzten Newsletter geschrieben habe: Wer nicht möchte, dass die von ihm/ihr in seinen sozialen Medien von Meta hochgeladenen Inhalte für KI-Training genutzt werden, muss dem widersprechen. Ich weiß, hatten wir schon mal, aber es gibt jetzt neue Ansprüche und es muss erneut widersprochen werden. 

Eine ideale Anleitung findet ihr hier: Anleitung Verbraucherzentrale

Oder auch in unserer Wissendatenbank: Meta Widerspruch Leitfaden

Die Verbraucherzentrale NRW hat gegen die Nutzung von Daten für Ki-Training durch Meta geklagt:
Mehr dazu hier

Ich finde es ganz gut, dass hier nicht nur Menschen betroffen sind, die sich als Urheber*in verstehen, sondern alle, die Meta nutzen. Dass Meta sich hier auf ein »berechtigtes Interesse« im Sinne der DSGVO beruft, ist wirklich kack-frech. Schaun mer mal …

Beste Grüße

Marco


Wenn ihr Anregungen und Wünsche zu den Newslettern habt, lasst es uns gerne wissen: post@freelens.com

Politik

Neues und Altes aus Brüssel

Der Prozess zur Erstellung eines Code of Practice als Leitfaden für die KI-Industrie bleibt schwierig. 
Der Abstimmungsprozess zum PoC ist mit den Stellungnahmen zum Dritten Entwurf im Grunde an sein Ende gekommen. Uns wird letztlich nur bleiben, diesem Werk die Zustimmung zu verweigern. Allerdings braucht es die Zustimmung der Urheber*innen natürlich gar nicht. 
Ende April erreichte uns nun ein weiterer Fragebogen des AI Office für eine erneute Konsultation mit Stakeholdern. Dabei geht es ganz überwiegend um die Abgrenzung der verschiedenen KI-Modelle und ihrer Ersteller*innen und Verwender*innen. Der AI Act sieht ja zum Beispiel Erleichterungen für Start-ups vor. Im Grunde sind wir hier nicht so sehr gefragt, weil uns egal sein kann, wie das abgegrenzt ist, solange niemand unsere Werke ungefragt und ohne Honorar nutzt (was natürlich aktuell der Fall ist).

Es gibt aber zum Beispiel einen Absatz, bei dem der Puls schlagartig in die Höhe schnellt. So müssen Anbieter*innen von KI-Modellen keine nachträgliche Anpassung oder Umlernung vornehmen, wenn die Umsetzung urheberrechtlicher Vorgaben für vergangene Vorgänge technisch unmöglich oder unverhältnismäßig aufwendig wäre – etwa wegen fehlender oder schwer zugänglicher Trainingsdaten. De Facto bedeutet das eine Art Amnestieregelung für Modelle, die vor dem 02.08.2025 unsere Werke für das KI-Training genutzt haben, wenn sich das als illegal herausstellen sollte. Das ist natürlich irre und zeigt, woher der Wind weht: KI first, Urheberrechte later or gar nicht. Die Beantwortung des Fragebogens werden wir in den nächsten Tagen in Angriff nehmen und uns dabei einmal mehr sehr stark an dem orientieren, was Anwältin Sabine Richly für die Initiative Urheberrecht ausarbeitet. 

Zu diesen neuen Konsultationen gab es sehr schnell eine Webex-Konferenz des MdEP Axel Voss. Er gilt als einer der geistigen Väter der EU-Urheberrechtsreform und ist Berichterstatter für den AI Act. Voss betont zwar stets die Notwendigkeit von Kompromissen, ist aber durchaus ein Verfechter von Urheberrechten. Es wurden einmal mehr viele Argumente von Urhebervertreter*innen aus ganz Europa vorgebracht, so auch von Jürgen Scriba für den Fotorat, Sabine Richly für die Initiative Urheberrecht und Nina George für den European Writers Council. Viele äußerten sich frustriert über den Prozess. Aber auch die Aussagen der Vertreter*innen der Industrie waren interessant. Ein Vertreter von Amazon warnte davor, dass zu strenge Richtlinien dazu führen würden, dass Europa in der KI-Entwicklung den Anschluss verpassen würde. Das Argument ist ja nicht neu, nur dass Amazon ja nun wirklich kein europäischer Konzern ist. Dafür ist aber bekannt, dass Amazon umstrittene Steuerstrategien nutzt, um seine Steuerlast in Europa zu minimieren. 

Parallel wird der Standard der Content Authenticity Initiative (CAI) zur Klärung der Herkunft von Fotografien und der Dokumentation der Bearbeitung weiterentwickelt. Es gab eine interessante Zoom-Konferenz von Adobe, auf der der aktuelle Stand mitgeteilt wurde. Die Technologie scheint praktikabel – zumindest für alle, die unbedingt die Authentizität von Fotografien nachweisen müssen. Welche Kosten dabei für uns entstehen werden, konnte (oder wollte) aber nicht mitgeteilt werden. Die Nachrichtenagentur AFP testet das alles bereits unter Praxisbedingungen und ich hoffe, dass wir bei dem nächsten Roundtable des Fotorates mit Bildverwender*innen aus Medien und Werbung sowie Bild- und Nachrichtenagenturen, geplant für den 02.06.2025, von einer Vertreterin der AFP mehr erfahren werden.

Offener Brief an EU-Vizepräsidentin Virkkunen

Ich habe das im letzten Newsletter schon angekündigt und wir haben über die FREELENS Kanäle auch schon zur Unterzeichnung aufgerufen. Hier nochmal der offene Brief der Creators for Europe United an die EU-Vizepräsidentin mit den folgenden Forderungen in Bezug auf KI: Vollständige Transparenz, faire Vergütung, konsequente Durchsetzung der Urheberrechte und Einbindung der Kulturbranche in alle regulatorischen Prozesse zur KI-Governance.

BITTE UNBEDINGT UNTERZEICHNEN! Es sind schon fast 10.000 Unterzeichner*innen…

IT-Konzerne haben privilegierten Zugang zum Gesetzgebungsprozess

Das Corporate Europa Observatory und Lobby Control haben einmal mehr nachgewiesen, dass Big Tech-Konzerne wie Meta einen privilegierten Zugang zu den Entscheidungsträger*innen der Europäischen Politik haben und diesen auch erfolgreich zur Durchsetzung ihrer Interessen einsetzen. 
»Technologieunternehmen hatten viel mehr Zugang als andere. Modellanbieter wurden zu speziellen Workshops mit den Vorsitzenden der Arbeitsgruppe eingeladen.« Gemeint ist hier wohl die Arbeitsgruppe, in der auch der Deutsche Fotorat und die Initiative Urheberrecht mitarbeiten, um die Interessen von Fotograf*innen und Urheber*innen zu vertreten. Dinah van der Geest von Artikel 19 sagt dazu: »Das zeigt wirklich, wie sie den Input der Zivilgesellschaft sehen: bestenfalls als zweitrangig.« (30.04.2025)

Trump feuert Chefin der US-Copyright-Behörde

IT BOLTWISE berichtet (wie viele andere auch): »Die Entlassung der Leiterin des US-Copyright-Büros, Shira Perlmutter, durch Präsident Donald Trump hat in den USA für Aufsehen gesorgt. Diese Entscheidung fiel nur wenige Tage nach der Veröffentlichung eines Berichts, der Bedenken hinsichtlich der Nutzung urheberrechtlich geschützter Materialien zur Schulung von KI-Modellen äußerte.«. Da hat sich die Kriecherei der Chefs der großen IT- und KI-Konzerne ja gelohnt, denn das Signal ist klar: Die Urheber*innen werden im Kampf um ihre Rechte gegenüber den Konzernen das Nachsehen haben. Zumindest in den USA.

Ich bin gespannt, ob das dann eine Reaktion in Brüssel auslöst. Gibt man dort auch nach oder stärkt man die Rechte europäischer Kreativschaffenden gegenüber den US-Konzernen?

Studie zur Berichterstattung über KI

Die Otto Brenner Stiftung hat in einer Studie untersucht, wie soziale Folgen von KI in den Medien verhandelt werden und welchen Stellenwert Fragen sozialer Gerechtigkeit dabei einnehmen. Spoiler: »Die generell breite Berichterstattung zu KI-Themen wird von Ereignissen und Akteur*innen aus Technologie-Unternehmen dominiert. Wo die sozialen Folgen von Künstlicher Intelligenz thematisiert werden, geschieht dies eher oberflächlich und stichwortartig.« (Otto Brenner Stiftung, 30.04.2025)

OpenAI soll wieder gemeinnütziger werden

»Der US-amerikanische KI-Entwickler OpenAI hat seine Pläne zur Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen zurückgenommen. Die Kontrolle über den kommerziellen Teil der Firma, zu der auch der Chatbot ChatGPT gehört, verbleibt bei der bisherigen gemeinnützigen Organisation. (…) OpenAI wurde nach eigenen Angaben ursprünglich als gemeinnützige Organisation gegründet, mit dem Ziel, Allgemeine Künstliche Intelligenz (AGI) zum Wohle der Menschheit zu entwickeln. ›Unsere Mission ist es, sicherzustellen, dass AGI der gesamten Menschheit zugutekommt‹, schrieb (OpenAI-Chef) Altman.« Schreibt wiederum das RedaktionsNetzwerk Deutschland.

Und Altman hat auch anderes im Sinn, als die Menschheit uneigennützig mit KI zu füttern. Es geht wohl eher darum, dass die EU bei Open Source KI mindestens ein Augen zu drücken wird, was Urheberrechte und Sicherheit betrifft.

Recht & Unrecht

Leseempfehlung: FAZ zu KI und Urheberrecht

Was passiert, wenn KI-Systeme Werke nutzen, ohne die Urheber*innen zu fragen oder zu vergüten? Matthias Hornschuh, Sprecher der Initiative Urheberrecht (in der wir uns ja auch engagieren), stellt sich dieser zentralen Frage in einem Gespräch mit der FAZ. Ein lesenswerter Artikel über Kultur, Verantwortung und digitalen Wandel. (FAZ, 05.05.2025)

Der Kinderbuch-Klau geht um

ntv hat einen kleinen Bericht zum Ideendiebstahl bei Kinderbüchern gesendet. Nichts ist mehr sicher, nicht mal Kinderbücher. Und es scheint sehr leicht, hiermit Geld zu verdienen. (ntv, 23.04.2025)

Ebay nutzt Kundendaten für KI-Training

Auch Ebay arbeitet mit KI und die muss gefüttert werden. Naheliegenderweise mit den Kundendaten. 
Die Verbraucherzentralen warnen davor, dass solche Daten für diverse Zwecke durch Ebay weitergenutzt werden könnten. Es sei deshalb ratsam, das Datensammeln abzuschalten.
Ihr könnt in den Accounteinstellungen eine entsprechende Option auswählen. Ebay hat dafür eine separate Website erstellt, die auch eine Schaltfläche enthält.

Technik

Content Credentials als Herkunftsnachweis

Die Kollge*innen der NPPA, der National Press Photographers Association der USA, stellen »Content Credentials« vor. Dieser Standard, um die digitale Herkunft von Fotografien nachzuweisen wird ja auch in unserem Leitfaden zur Abwehr von Scraping beschrieben. Hier wird das aber nochmal sehr anschaulich dargestellt. Es wird sicher noch einige Zeit dauern, bis das etabliert ist, zumal auch Kameras entsprechend ausgerüstet sein müssen. Bei einem virtuellen Treffen, das im April 2025 von Adobe veranstaltet wurde, konnte man mir leider zu den Kosten noch nicht viel sagen. 

KI als Stromfresser

Es gibt ja immer wieder News zum immensen Stromverbrauch durch KI-Anwendungen. Die Freund*innen von Huggingface haben ein kleines Tool gebaut, das anzeigt, wieviel Energie die Kommunikation mit einem KI-Chatbot verbraucht. 

Xing: »Vergiss den Fotografen«

Xing (Was war das noch? Ach ja, das deutsche LinkedIn), schickt seiner Community eine Anleitung »In 5 Schritten zum Business-Profilfoto mit KI – so geht’s!«. Das ist nicht nur ein Weg, um den/die Fotograf*in zu vergessen, es wird auch gleich ein Hinweis auf Urheberrechte der Fotograf*in der Fotos, die man verwendet, vergessen. Außerdem sollten Nutzer*innen prüfen, welche Nutzungsrechte sie wiederum an den hochgeladenen Bildern an die KI-Anbieter abgeben. Das ist wahrscheinlich weiteres Trainingsmaterial.
Die angepriesenen Tools sind übrigens alle für die Nutzer*innen kostenpflichtig - sehr sicher basieren sie aber auf KI-Modellen, die mit Fotos trainiert wurden, deren Urheber*innen dazu weder gefragt noch dafür honoriert wurden. Ich fürchte, das wird sehr bald ziemlich normal sein, Profilfotos genau so zu erstellen.

Endlich neue KI zur Bildgenerierung

Darauf haben wir alle gewartet – oder unsere Kund*innen. Das Start-up Recraft aus San Francisco sorgt derzeit mit seiner KI-gestützten Plattform zur Bildgenerierung für Schlagzeilen. In einer aktuellen Finanzierungsrunde konnte das Unternehmen 30 Millionen US-Dollar einsammeln. »Recraft entwickelt seine Modelle von Grund auf selbst und tritt in Konkurrenz zu anderen Bildgeneratoren wie Midjourney, Adobe Firefly und Stable Diffusion. Besonders hervorzuheben ist die Fähigkeit von Recrafts KI, Bilder für Marken zu generieren, die Logos präzise platzieren und Marketingmaterialien wie Broschüren und Poster erstellen, die den bestehenden Markenrichtlinien entsprechen.« (IT BOLTWISE, 06.05.2025)

Realität vs. Fiktion

Wildtierfotograf Lars Beusker

»Die Welt« hat einen schönen, kleinen Bericht über den Kollegen Lars Beusker geschrieben. Er fotografiert Wildtiere auf der ganzen Welt und antwortet auf die Frage, ob KI zur Konkurrenz für ihn werde: »Nein, gar nicht. Wir spüren in den Galerien oder auf Veranstaltungen, dass die Menschen feiern, was wir machen. Sie realisieren, dass die Bilder echt sind, keine Illusion. Und sie wollen mehr davon. Der Moment, in dem der Auslöser klickt, ist Mensch gemacht. Ich empfinde eine Emotion und drücke auf den Auslöser. Wenn alles perfekt passt und sich der Betrachter darauf einlässt, kann er diese Emotion im Moment der Aufnahme später nachempfinden.« (Die Welt, 28.04.2025)

KI-Kennzeichnung im Journalismus

Der Deutsche Fachjournalisten Verband hat ein Interview mit Katharina Schell, stellvertretende Chefredakteurin der Austria Presse Agentur (APA), über KI-Kennzeichnung im Journalismus geführt. Es geht überwiegend um Textjournalismus, ist aber trotzdem lesenswert: »Manche gehen davon aus, dass sowieso schon alles von der KI geschrieben wird.« (dfjv.de, 24.04.2025)

»Make the most controversial photo«

»Erstelle das kontroverseste Bild«: Das passiert, wenn ChatGPT provozieren soll. In einem Reddit-Thread teilen ChatGPT-User*innen Bilder, die von der KI mit dem Prompt »make the most controversial photo« erstellt wurden. Die Ergebnisse sind ebenso unterhaltsam wie ernüchternd, so t3n.de (t3n.de, 01.05.2025)

Ich find's eher langweilig. Hier ist der Link zum Thread von Reddit:

Google macht KI für Kinder

Die »New York Times« berichtet, dass Google eine KI-App Gemini für Kinder unter 13 Jahren einführt. In einer E-Mail, die Google an die Eltern eines achtjährigen Kindes schickte und die der New York Times vorliegt, erklärte der Tech-Gigant, dass Gemini genutzt werden könnte, um Fragen zu beantworten, bei den Hausaufgaben zu helfen und Geschichten zu erfinden. Google kündigte seinen Plan, Gemini auch jüngeren Nutzer*innen zugänglich zu machen, im März an und sagte, dass »Eltern in der Lage sein werden, den Zugang ihres Kindes zu Gemini über ein überwachtes Konto über die Family Link App zu verwalten«.

9to5Google sagte in Bezug auf die E-Mail, Google habe betont, dass »Gemini Fehler machen kann« und forderte die Eltern auf, ihren Kindern zu helfen, »kritisch über Gemini-Antworten nachzudenken«. »Erinnern Sie [Ihr Kind] daran, dass Gemini kein Mensch ist«, zitiert 9to5Google die E-Mail. »Auch wenn er manchmal wie ein Mensch redet, kann er nicht selbst denken oder Gefühle empfinden.« Berichten zufolge wurde den Eltern auch mitgeteilt, dass die Kinder ihre Antworten überprüfen und keine sensiblen oder persönlichen Informationen eingeben sollten. »Unsere Filter versuchen, den Zugang zu unangemessenen Inhalten zu begrenzen, aber sie sind nicht perfekt. [Ihr Kind] könnte auf Inhalte stoßen, die es nicht sehen soll«, heißt es in der E-Mail weiter. Google-Sprecher Karl Ryan erklärte gegenüber der Times, dass die Eingaben von Kindern in Gemini nicht zum Trainieren des KI-Modells verwendet würden und dass die Einführung von Gemini für Kinder den US-Bundesgesetzen zum Schutz der Privatsphäre im Internet entspreche. 

Podcast

Der neue Podcast des Deutschen Fotorats zu KI

… mit Jürgen Scriba und Boris Eldagsen. 
In der vierten Folge geht es um Midjourney 7, Google, Adobe und OpenAI.
 
HIGHLIGHTS:
01:54 Midjourney 7 Updates
13:51 Sam Altmans Kommentar zum Thema Copyright
19:18 Googles KI-Tools
22:00 Zukunftsvision? »The Last Human CEO« als VEO2-Showcase
30:30 Adobes KI-Agenten
33:52 Adobe Firefly wird zur »All-In-One«-Plattform
36:12 Noch eine Zukunftsvision: Die KI mit Fachwissen

Markt

Bestseller-Autorin Nina George: So überschwemmt KI unseren Buchmarkt

Kurzer Radiobeitrag von Autorin Nina George. Sie berichtet, dass Bücher, vor allem Übersetzungen, längst KI-basiert erstellt werden. Ein No-Go, findet die Bestsellerautorin und KI-Literaturexpertin. »Wir gehen im Moment davon aus, dass jeden Tag mehrere hundert bis tausend automatengenerierte Bücher die Systeme infiltrieren, was letztendlich bedeutet, dass menschliche Autoren oder Übersetzer immer weniger Geld bekommen«, kritisiert George im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderatorin Ulrike Alex. (SWR, 07.05.2025)

Auch das noch

Trump nicht nur als Papst, sondern auch als Jedi

Das KI-Bild mit Trump als Papst dürfte jeder gesehen haben, das brauche ich hier wohl nicht nochmal verlinken. Aber nach dem Motto »Einer geht noch« hat das Weiße Haus nun selbst noch ein KI-Bild von Trump als Jedi-Ritter gepostet. Markus Söder hat das dann auch gemacht – aber er hatte wenigstens das Lichtschwert in der richtigen Farbe. Die FAZ (und viele andere) berichtete(n). (FAZ, 05.05.2025)

Charting Gen AI spielt Bingo

Graham Lovelace hat auf Charting Gen AI ein Bullshit-Bingo der KI-Urheberrechtsverweiger*innen gebastelt. Kann ich ja mal mit zum nächsten Stakeholder-Dialog nehmen und an die Verbandsvertreter*innen verteilen, die für unsere Rechte kämpfen. Das Spiel wird nicht lange dauern, aber vielleicht macht das Treffen dann mehr Spaß.

Graham berichtet in seinem Blog auf substark.com immer wieder über die Auswirkungen der generativen KI auf Kreative und von human-made Medien, über die Ethik und das Verhalten der KI-Unternehmen, die Zukunft des Urheberrechts in der KI-Ära und die sich entwickelnde KI-Politiklandschaft. (www.grahamlovelace.substack.com, 23.04.2025)

ZDF holt historische Persönlichkeiten zurück

Unter dem Titel »Deepfake Diaries« hat das ZDF eine neue Dokureihe angekündigt, bei der man mit KI historische Persönlichkeiten in die heutige Zeit holt. Unter anderem sind als KI-Wiedergeburt Oskar Schindler, Georg Elser, Rudi Dutschke, Otto vom Bismarck und Rosa Luxemburg zu sehen.

Dafür, dass diese Technologie gerade mal zwei Jahre am Markt ist, geht das ja sehr flott zur Sache. Ich vermisse in dem Artikel den Hinweis, den man von Verlagshäusern kennt: Die Kolleg*innen werden von Routinearbeiten entlastet und können zukünftig richtig guten Journalismus (oder gute Unterhaltung) machen. Sicher wird es keine Entlassungen oder weniger Aufträge für Freie geben.  Der »Deepfake« verliert auf jeden Fall seinen Schrecken. Vielleicht gibt es auch bald schlüpfrige Filme mit Marilyn Monroe. Oder Bill Clinton. Schöne neue Welt. (DWDL.de, 01.05.2025)

Für Rückfragen zum KI Newsletter: mail@marco-urban.de | Marco Urban — Vorstandsvorsitzender

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